Harald Blauzahn
Der Wikingerschatz aus Schaprode
René Schön und Luca Malaschnitschneko stockte der Atem: Am 29. Januar 2018 entdeckten der ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger und der 13-jährige Junge einen sagenhaften Silberschatz – ausgerechnet auf dem Kirchenacker nahe Schaprode.
Mit einem Metalldetektor stöberten sie Münzen und Silberschmuckfragmente auf, darunter eine seltene Haitabu-Prägung aus der Wikingerzeit. Der Schatz wurde durch das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege geborgen und befindet sich heute in Schwerin.
125 Münzen · Schmuck · Hacksilber
Dabei sein, wenn in Schaprode was los ist
Der spektakuläre Fund besteht insgesamt aus 125 Münzen, mehreren Schmuckstücken, Hacksilber und einem Thorshammer. Der Schatz ist nicht nur materiell wertvoll, sondern von immensem kulturhistorischem Wert: Er eröffnet einen faszinierenden Blick auf die wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse der Wikingerzeit.
Die Herkunft der Münzen zeigt die weitreichenden Handelsnetzwerke der Wikinger – von England bis Bagdad. Einige Fundstücke sind heute als Repliken im Museum Seefahrerhaus in Sellin zu sehen.